Fußball in Nigeria, Spiegelung
Andrew Esiebo
WZB-Mitteilungen September

Afrika - Potenziale, Probleme, Perspektiven

Feldforschung in Kenia, Bürgerbeteiligung in Uganda, Proteste in Simbabwe, Corona in Sierra Leone und Nigeria – an vielen Stellen beschäftigt sich die WZB-Forschung mit dem afrikanischen Kontinent. Das aktuelle Heft der WZB-Mitteilungen reflektiert außerdem die Stereotype und strukturellen Verzerrungen im Nord-Süd-Verhältnis.

Amma Panin zeigt, dass ein Großteil der wirtschaftswissenschaftlichen Analysen zu Afrika nicht von Forschenden stammt, die in Afrika angesiedelt sind („Über, nicht aus Afrika“). Eine vergleichbare Lücke beschreiben Joshua Kwesi Aikins, Daniel Gyamerah, Josefine Matysiak und Anne Piezunka („Wer nicht gezählt wird, zählt nicht“): Einer antirassistischen empirischen Sozialforschung in Deutschland fehlt es bislang an quantitativen Daten zu Anti-Schwarzem Rassismus. Und die Geschichtswissenschaften denken immer noch weitgehend eurozentrisch, wie Jakob Zollmann („Afrikanische Akteure und Interessen“) zeigt.

Besonders aktuell ist das Heft, wo es die Situation in der Corona-Pandemie in den Blick nimmt. Das Virus hat den afrikanischen Kontinent bislang nicht so verheerend getroffen wie im Frühjahr vielfach befürchtet. Mag sein, dass andere Epidemien den Ländern einen gewissen Vorsprung an Erfahrung verschafft haben, wie Janosch Kullenberg vermutet („Von Ebola zu Covid-19 und zurück“). Dennoch ist die Lage kritisch; die Verschärfung lang angelegter Probleme beschreibt Daniel Tuki für Nigeria („Brandbeschleuniger“).

Diese und viele weitere Artikel finden sich in der Juni-Ausgabe der WZB-Mitteilungen. Unser Forschungsmagazin erscheint vierteljährlich und ist kostenlos zu beziehen. Bitte schreiben Sie eine E-Mail an presse [at] wzb.eu.

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