Bunte Häuser im New Yorker Stadteil Williamsburg
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Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

New York City hat eines der strengsten Antidiskriminierungsgesetze der USA. Dennoch werden Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft zum Beispiel auf dem Wohnungsmarkt unterschiedlich behandelt: People of Color oder Menschen mit spanischen bzw. lateinamerikanischen Wurzeln haben schlechtere Chancen, auf eine Bewerbung hin zur Besichtigung eingeladen zu werden oder gar ein Wohnungsangebot zu erhalten.

Ein Feldexperiment mit rund 700 Vermieterinnen und Vermietern untersuchte in den Jahren 2012/13, wie die Stadtverwaltung die Umsetzung der Gesetze durch Kampagnen verbessern kann. Hausbesitzer*innen, die eine Wohnung angeboten hatten, bekamen Anrufe der Stadtverwaltung, die sie auf die Antidiskriminierungsrichtlinien hinwiesen oder sogar Sanktionen androhten. Anschließend meldeten sich Testpersonen unterschiedlicher Herkunft. Das Ergebnis: Staatliche Interventionen können wirken – die Quote der positiven Reaktionen auf Gesuche vor allem von Hispanics nahm zu.

Macartan Humphrey, Albert H. Fang, Andrew M. Guess

Can the Government Deter Discrimination? Evidence from a Randomized Intervention in New York City.

Die Studie ist im Journal of Politics erschienen.