Blick durch ein Netz auf einen Fußballplatz mit zwei Jungs
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Eine Stadt, getrennte Welten?

Wachsen Kinder in ärmeren und reicheren Stadtteilen mit vergleichbar guter Infrastruktur auf? Das haben Katja Salomo und Marcel Helbig für sieben deutsche Großstädte untersucht. Konkret fragten sie, wie sich Umweltbedingungen, Bebauung und infrastrukturelle Ausstattung verteilen und wie dies mit dem Anteil armer Kinder in einem Stadtteil zusammenhängt. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die größte Benachteiligung von Kindern in Quartieren mit vielen armen Heranwachsenden liegt in der erhöhten Umweltbelastung. Auch stehen in sozial privilegierten Gebieten pro Kind mehr Spielplätze und Erholungsflächen zur Verfügung. Bei der Verteilung von weiterführenden Schulen, Kinderärzt:innen sowie Kultureinrichtungen lässt sich dagegen - anders als vermutet - für die untersuchten Städte nicht nachweisen, dass dies systematisch mit der soziales Lage des Stadtteils zusammenhängt.

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Katja Salomo ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe der Präsidentin.

Prof. Dr. Marcel Helbig ist Arbeitsbereichsleiter Strukturen und Systeme am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe und am WZB wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe der Präsidentin.

 

13.4.21

Eine interaktive Karte veranschaulicht detalliert die sozialräumlichen Ungleichheiten für die sieben untersuchten Städte Berlin, Hamburg, Leipzig, Erfurt, Dortmund, Saarbrücken und Nürnberg.

Die Studie und Factsheets zu den einzelnen Städten stehen hier zum Download bereit.