Für faire Arbeit in Online-Plattformen

Bei der Arbeit fair behandelt zu werden, ist nicht für alle Erwerbstätigen selbstverständlich, vor allem nicht in den neuen Arbeitsformen für die digitalen Plattformen, wo es keine gesicherten Beschäftigungsverhältnisse gibt und Gewerkschaften meist keine Rolle spielen. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen das WZB und das Oxford Internet Institute jetzt die Arbeitsbedingungen auf den Online-Arbeitsplattformen untersuchen und die Ergebnisse für ein Monitoring und Benchmarking der Plattformen nutzen. Dazu wird am WZB ein Fairwork-Standort eingerichtet, das mit dem Oxford-Team zusammenarbeitet.

Initiatoren sind Martin Krzywdzinski, Leiter der WZB-Forschungsgruppe Globalisierung, Arbeit und Produktion, und Mark Graham (University of Oxford). Ihr gemeinsames Fairwork-Projekt ist ein sogenanntes action-research project. Während die Analyse den wissenschaftlichen Teil ausmacht, ist das öffentliche Monitoring und Benchmarking auf gesellschaftliche Einflussnahme ausgerichtet, d.h. man will über Öffentlichkeit gute Plattformen fördern und schlechte unter Druck setzen. Das Projekt hat in Indien und Südafrika angefangen, wird nun aber auf weitere Länder ausgedehnt.