WZB-Mitteilungen

Haben, Nehmen, Lassen: Ein Heft über Zeit

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Schnecke auf den Schienen
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Manchmal kommt es auf Geschwindigkeit an, und manchmal ist es besser, sich Zeit zu nehmen. Das Phänomen der Zeit ist das Thema des Dezemberheftes der WZB-Mitteilungen, und die Bandbreite der sozialwissenschaftlichen Zugänge ist groß. Denn Zeit ist nicht nur ein wertvolles Gut, sie ist auch Maßstab und ein Aspekt wissenschaftlicher Analysen.

Welche Methoden Menschen und Gesellschaften entwickelt haben, um mit dem unbekannten Neuen umzugehen, untersucht Michael Hutter ("Jetzt kommt was Neues!"). Einen philosophischen Blick auf die Überbetonung der Gegenwart liefert Eva Weber-Guskar ("Gestörtes Zeitbewusstsein"). Die Ökonomin Puja Bhattacharya kann durch Experimente zeigen, dass zukünftige Leistungen eher überschätzt werden als bereits erbrachte ("Vorwärts lügt sich leichter"). Einen extremen Umgang mit Zeit beschreibt Ellen von den Driesch, wenn sie Suizide analysiert ("Verkürzte Lebenszeit"). Zeit als Ressource für die Sozialwissenschaft beleuchtet das Interview mit Pola Lehmann und Benjamin Schulz über Langzeitstudien ("Langstreckenläufe") ebenso wie die persönlichen Protokolle: "Nachgefragt: Wie viel Zeit braucht eine wissenschaftliche Karriere?" Dem betrieblichen Kontext von Zeit sind drei Beiträge gewidmet: "Lernen braucht Zeit" von Philip Wotschack, "Mütterjahre, Vätermonate" von Mareike Bünning, Lena Hipp und Claire Samtleben und "Geteilte Zeit. Jobsharing in Unternehmen" von Lotte Franziska Cooiman und Martin Krzywdzinski.

Zwei Beiträge schließlich blicken auf die Lage Alleinerziehender: "Ohne Partner, mit Kind" von Sabine Hübgen und "Langfristige Wirkungen" von Hannah Zagel und Wim Van Lancker.

Die aktuelle Ausgabe Dezember 2019 finden Sie hier.

Die WZB-Mitteilungen erscheinen vierteljährlich und gewähren Einblicke in die Forschungsarbeit am WZB. Die Zeitschrift kann unentgeltlich im Abonnement (presse [at] wzb.eu) bezogen werden.