Weiterbildung – nicht für alle

Der Zugang zur Weiterbildung von Erwachsenen auf dem Arbeitsmarkt ist ungleich verteilt. Vor allem Arbeitnehmer*innen, die Routineaufgaben ausführen, werden weniger geschult. Gleichzeitig ist es wahrscheinlich, das diese Tätigkeiten zukünftig durch Maschinen ersetzt werden.

Es bekommen also genau die Arbeitnehmer*innen wenig Weiterbildung, die dies potenziell am meisten benötigen, um beispielsweise neue Tätigkeiten aufzunehmen. Der technologische Wandel könnte also zu größerer Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt führen. Wie lässt sich das verändern? Dieser Trend kann durch Bildungs- und Arbeitsmarkteinrichtungen abgefedert werden.

Martin Ehlert zeigt, dass inklusive Erstausbildungssysteme mit geringeren  Ungleichheiten im lebenslangen Lernen einhergehen. Zudem können starke Gewerkschaften und dynamische Arbeitsmärkte den Zugang zu zusätzlicher Ausbildung für gefährdete Arbeitnehmer verbessern.

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Martin Ehlert, Foto: David Ausserhofer
Martin Ehlert, Foto: David Ausserhofer

Der Beitrag von Martin Ehlert: „No Future, No Training? Explaining Cross-national Variation in the Effect of Job Tasks On Training Participation“ ist in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 2020, Jg. 72 erschienen.