WZB ist neuer Fairwork Partner

Das WZB will sich künftig noch stärker für faire Arbeit auf digitalen Plattformen einsetzen. Als Fairwork Partner geht das Institut eine Selbstverpflichtung ein, bei der Nutzung von Plattformen ab sofort bestimmte soziale Standards zu berücksichtigen. 

Seit 2020 ist das Fairwork Sekretariat, eine Kooperation des WZB und des Oxford Internet Institute (University of Oxford), am WZB angesiedelt. Das Büro ist die zentrale Koordinationsstelle des internationalen Fairwork-Projekts, das Arbeitsbedingungen auf digitalen Plattformen in bislang 26 Ländern erforscht und evaluiert. Um stärker als bisher Standards für faire Arbeit auf digitalen Plattformen zu schaffen, sind nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch deren Nutzer:innen gefragt.

Daher hat das Fairwork-Projekt den „Fairwork Pledge“ ins Leben gerufen. Das WZB ist der erste "Fairwork Pledge Partner" in Deutschland. Der Fairwork Pledge bietet Organisationen aus Bildung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Fairwork für fairere Arbeitsbedingungen in der digitalen Plattform-Ökonomie einzusetzen.  Fairwork Pledge-Partnerorganisationen, darunter nun auch das WZB, verpflichten sich unter anderem bei der Nutzung von digitalen Plattformdiensten Fairwork Ratings und Prinzipien als Auswahlkriterium heranzuziehen. Die Fairwork-Prinzipien umfassen faire Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen, faire Verträge, faire Managementprozesse und faire Mitbestimmung auf digitalen Plattformen.

Insgesamt hat sich das Fairwork-Projekt zum Ziel gesetzt, mit seinen Evaluierungen, die besten und die schlechtesten Unternehmenspraktiken im Hinblick auf Arbeitsbedingungen in der wachsenden Plattformökonomie sichtbar zu machen. Darüber hinaus will das Projekt auch einen aktiven Beitrag zu fairerer Arbeit in der Plattform-Ökonomie leisten. Daher bringt Fairwork Plattformen, Arbeiter:innen, Gewerkschaften, politische Entscheidungsträger:innen und Wissenschaftler:innen zusammen, um gemeinsam alternative Visionen für eine gerechtere Zukunft der Arbeit in der Plattformökonomie zu entwickeln und umzusetzen.

11.11.21

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Fairwork
Martina Sander

Foto von links: WZB-Präsidentin Jutta AllmendingerMartin Krzywdzinski, Leiter der Forschungsgruppe Globalisierung, Arbeit und Produktion, Pablo Agüera Reneses, Kommunikationsmanager im Fairworks-Sekretariat, und Ursula Noack, Administrative WZB-Geschäftsführerin, bei der Übergabe der Fairworks-Urkunde am 17.11.2021.

Erfahren Sie mehr über die Standards, die das Fairwork-Projekt entwickelt hat:

 

Fairwork Deutschland Ratings (2020)

 

Zum Jahresbericht von Fairwork 

 

Fairwork Cloudwork Ratings (in englischer Sprache, PDF)

 

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