Wednesday, 19 June 2024

Arbeitsbedingungen im Gesundheitssektor – Krankenhausbewegung für alle?

Diskussionsveranstaltung


Arbeitsbelastung und Personalnot in Krankenhäusern haben wiederholt zu Arbeitskämpfen wie Streiks geführt. Doch wie können Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern der öffentlichen Hand und im Privatsektor nachhaltig verbessert werden? Eine wesentliche Rolle spielt hierbei eine neue Form der Gewerkschaftsarbeit: das sogenannte Organizing. Dessen Ziel ist es, bisher nicht organisierte Bereiche und Mitarbeitende zu aktivieren und auf diese Weise Mitgliederbeteiligung zu ermöglichen.

Im Rahmen einer Diskussionsrunde am WZB treffen Beteiligte der Berliner Krankenhausbewegung und des Sana-Klinikums Lichtenberg zusammen und diskutieren zu folgenden Themen: Welche Herausforderungen für den Arbeitskampf bestehen bei Einrichtungen, in denen bisher kein Organizing geschehen ist? Wie können Arbeitsbelastungen und Personalnot abgemildert werden? Und welche Hindernisse im Arbeitskampf bestehen an Kliniken der öffentlichen Hand gegenüber privaten Kliniken?

Die Berliner Krankenhausbewegung ist ein Zusammenschluss der Beschäftigten der Krankenhausbetreiber Charité und Vivantes und gilt als erfolgreiches Beispiel, wie Organizing im öffentlichen Gesundheitssektor gelingen kann. So wurden mit Unterstützung von verd.i und nach über 30-tägigem Streik schrittweise Tarifverträge abgeschlossen und Mindest-Personalschlüssel und Belastungsausgleiche eingeführt. Demgegenüber wird im privaten Sana-Klinikum Lichtenberg aktuell über die Konzerntarifrunde verhandelt, in der es in erster Linie um höhere Entgelte geht. Die Mitarbeiter*innen der Klinik streben ebenfalls einen Entlastungstarifvertrag wie bei der Charité und bei Vivantes an.

Informationen und Antworten auf Ihre Fragen erhalten Sie von Jonas Ferdinand (jonas.ferdinand [at] wzb.eu ()).

Dies ist die dritte Veranstaltung in der WZB-Reihe „Moderne Kämpfe für gute Arbeit“. Die Reihe wird vom Promotionskolleg Gute Arbeit in einer transformativen Welt organisiert und beleuchtet in fünf Veranstaltungen ein Verständnis von Arbeit abseits einer rein wirtschaftlichen Lesart. Dabei öffnet sie den Blick für Bereiche des menschlichen Daseins, wie Wohnen und Verkehr, und stellt entsprechende Akteur*innen und ihre modernen Kämpfe für gute Arbeit vor.

Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

 

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Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Bitte teilen Sie Friederike Theilen-Kosch (friederike.theilen-kosch [at] wzb.eu) mit, wenn Sie besondere Unterstützung benötigen.