Digitale Souveränität

Abstract

Das Konzept der "digitalen Souveränität" hat sich in den letzten Jahren zu einem Schlüsselbegriff in politischen Debatten zur Digitalisierung entwickelt. Nachdem autoritäre und semi-autoritäre Länder wie China und Russland schon lange nach mehr Souveränität im digitalen Raum streben, fordern spätestens seit den Snowden-Enthüllungen in Jahr 2013 demokratischen Regierungen und regionale Institutionen wie die EU-Kommission, die digitale Souveränität der einzelnen Länder bzw. ihrer Wirtschaft und Bürger zu stärken. Jedoch werden dabei ganz unterschiedliche Interpretationen und Assoziationen mit dem Begriff verknüpft. Im Rahmen der Forschung zum Diskurs der digitalen Souveränität setzen wir uns mit der historischen Bedeutung des Souveränitätskonzepts in Bezug auf das Digitale, mit den verschiedenen Ausprägungen des Diskurses und mit den tatsächlichen Praktiken und Maßnahmen, die mit ihm verbunden sind, auseinander.

Ansprechpartnerin: Dr. Julia Pohle 

 

Ressourcen:

Pohle, Julia/Thiel, Thorsten (im Erscheinen). Souveränität in Zeiten digitaler Vernetzung: Anmerkungen zur Entwicklung eines Spannungsverhältnisses. In: I. Borucki & W. Schünemann (Hrsg.) Internet und Staat. Nomos.

Pohle, Julia (im Erscheinen). Digitale Souveränität. In. T. Klenk, F. Nullmeier & G. Wewer (Hrsg.) Handbuch Digitalisierung in Staat und Verwaltung. Wiesbaden: Springer VS.

Pohle, Julia/Van Audenhove, Leo (2017): "Post-Snowden Internet Policy. Between Public Outrage, Resistance and Policy Change - Editorial". In: Media and Communication - Open Access Journal, Vol. 5, No. 1, Special Issue "Post-Snowden Internet Policy", edited by Julia Pohle/Leo Van Audenhove. Lisbon: Cogitatio Press, S. 1-6.